Archiv

Sämtliche Neuigkeiten und Mitteilungen des WABB aus der Vergangenheit sind hier zu finden: 

 90 Jahre Boxsport-Verein Ibbenbüren e. V.

Eigentlich sollte es – wie üblich Ende Januar – einen Kampftag in der Ludwighalle geben, bei dem die Kreismeisterschaft ausgeboxt wird. Und eigentlich sollte mit diesem Kampftag das Jubiläumsjahr des BVI eröffnet werden. Eigentlich… denn nun wird es coronabedingt ein ganz leiser und unauffälliger Start.

Ibbenbürens Boxer kämpfen nun – wie alle anderen Sportvereine auch – einen Kampf gegen die Coronapandemie. „Wann die Boxsport-Vereine wieder in die Sporthallen dürfen, um dort ihr Training zu absolvieren, ist zurzeit leider überhaupt nicht abzusehen. Und wann wieder Wettkämpfe ausgetragen werden dürfen, welche Hygienemaßnahmen dann umgesetzt werden müssen, ob Zuschauer zugelassen sein werden – all das steht noch in den Sternen.“ so Andrea Placke, die Vorsitzende des Vereins. Trotzdem zeigt sie sich aber zuversichtlich, dass die gute Vereinsarbeit der Vergangenheit Früchte trägt und die Mitglieder dem Verein auch in dieser schweren Zeit die Treue halten. Aus Kontakten zu den Vereinsmitgliedern ist zu hören, dass alle, inkl. Trainerteam, in den Startlöchern stehen und gerne so bald wie möglich wieder mit dem Training beginnen möchten. „Bis dahin halten wir durch und kämpfen gegen Corona!“

Auf die Frage, was denn im Jubiläumsjahr an Aktivitäten möglich sein wird, findet sich im Moment leider keine Antwort. „Da bräuchte ich schon eine Glaskugel, um darin in die Zukunft sehen zu können.“ sagt Andrea Placke. „Wir hoffen aber, dass wir im Sommer auf jeden Fall ein Sommerfest für alle Vereinsmitglieder organisieren können. Und ob wir dann im Herbst den Boxring in der Ludwighalle aufbauen können, müssen wir abwarten.“

Ansonsten hat der BVI auch kein Problem damit, die Jubiläumsveranstaltung einfach in das nächste Jahr zu schieben. Schließlich müssen bei den Aktiven ja auch erstmal Trainingsrückstände aufgeholt werden, bevor sie wieder in den Ring steigen können. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein Vergleichskampf des BV Ibbenbüren gegen einen anderen Verein. Mit etwas Glück könnte man sogar für internationales Feeling sorgen und einige Boxer aus den Niederlanden für so einen Vergleich verpflichten. Aber um diese Pläne realisieren zu können, muss erst die Coronapandemie besiegt werden. Bis dahin muss man sich leider damit begnügen, die Geschicke des Vereins im Hintergrund weiterzuführen und auf den Neustart zu hoffen.

Die Tatsache, dass der BVI schon sein 90jähriges Jubiläum feiern kann, ist offenbar einem Zufall zu verdanken, wie man in der Vereinschronik nachlesen kann, die vor 30 Jahren geschrieben worden ist. Dort ist zu lesen: „Der junge Ibbenbürener Kaufmann Robert Westphal bekam im Jahr 1930 ein Fachbuch über den Boxsport per Zufall in die Hand. Dieses begeisterte ihn dermaßen, dass er von Stund an großes Interesse an dieser Sportart zeigte.“ Und dieses Interesse mündet im Jahr 1931 in die Gründung des BVI.

„Da kann ich nur sagen „Herzlichen Dank, Robert Westphal“, wird Andrea Placke zitiert. „Wir tun unser Bestes, um diesen traditionsreichen Verein erfolgreich weiterzuführen.“ 


 

Boxsportlegende Werner Puls wird „90“

Der langjährige Vorsitzende der Boxabteilung der ÖSG Viktoria 08 Dortmund,Werner Puls, wurde am Montag, dem 25.Januar 2021, runde 90 Jahre alt.Ein Boxsportfreund, der alle Höhen und Tiefen des Faustkampfes erlebt hat. Als aktiver Boxer bestritt er kurz nach dem Krieg 18 Kämpfe. Danach war er Vorstandsmitglied in vielen Ämtern. 

Mit großem Erfolg führte er von 1959 bis2005 die aktive Boxabteilung.Die ÖSG brachte viele Deutsche Boxmeister heraus. Namen wie Hans Marquardt, Walter Stork, Günter Löw, die Brüder Ewald, Werner und Dieter Weinand, Jörg Kästner, Thomas Düsberg, um nur einige zu nennen, sind noch allen Dortmunder Boxsportfreunden in guter Erinnerung.

Puls regte 1969 beim „DABV“ die Gründung einer deutschen Mannschafts-Meisterschaft an. Dort nahm man den Gedanken auf und startete, wenn auch inoffiziell, mit einer bundesweiten Liga aus 12 Staffeln. Ein Jahr später entstand daraus die offizielle Box-Bundesliga. 

Drei Jahre konnte sich die ÖSG ausgezeichnet platzieren und zählte zur deutschen Spitzenklasse. Parallel leitete er als Jugendwart die Geschicke des Bezirks Ruhr-Ems von 1969-72 und war bis 1976 der Sportwart des Westfälischen-Amateur-Box-Verbandes. Als Kampfrichterobmann des Verbandes regelte er von 1977-94 die Einsätze der Kampfrichter bei den zahlreichen Veranstaltungen und führte etliche Schulungen durch. Von 1986 – 1993 war er zusammen mit Udo Finke und Dieter Schumann verantwortlich für den Box-Club Dortmund. 
Gemeinsam feierte man 1991 den Gewinn der Deutschen-Box-Oberligameisterschaft. Nach 1994 war Puls noch viele Jahre Sportwart des WABV. In dieser Zeit gehörte er dem Technischen Ausschuss des Deutschen-Amateur-Box-Verbandes an. Puls war nicht nur am Ring, sondern viele Jahre im Ring tätig. 

Als Ring-u. Punktrichter mit der „ Internationalen Lizenz“ erhielt er aufgrund seiner guten Leistungen Einsätze als Kampfrichter bei Länderkämpfen, Deutschen Meisterschaften und in der Bundesliga. Er wurde mit vielen Goldnadeln der Vereine und Verbände ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er den Ehrenteller der Fachschaft Boxen – Dortmund. Werner Puls ist Ehrenvorstandsmitglied des Westfälischen-Amateur-Box-Verbandes. Durch seine kameradschaftliche und ausgeglichene Art ist er bei allen Sportfreunden beliebt und gern gesehen .

Puls hat sich um den Amateur-Boxsport verdient gemacht. Heute, nach schwerer Krankheit, wird Werner Puls von seiner Lebenspartnerin Marie-Luise Rumph in der gemeinsamen Wohnung fürsorglich betreut. 


  Nachruf

Mit Trauer und Bestürzung hat der WABB den Tod des erfolgreichen Boxtrainers  Harry Salewski zur Kenntnis genommen. Harry Salewski hatte als Trainer erheblichen Anteil an den sportlichen Erfolgen der BSK Ahlen. Der WABB drückt den Hinterbliebenen noch einmal ausdrücklich ihr Mitgefühl in dieser schweren Zeit aus. 


Westfalenmeisterschaft 2021

Die Westfalenmeisterschaft findet vom 10.-12.09.2021 in Lippstadt statt. Bitte beachtet die Anmeldefrist.  Sofern es die Entwicklung mit Corona zulässt, sind auch Zuschauer zu diesem Sportevent zugeslassen. 


 
Klaus Kosfeld – ein Urgestein des westfälischen Boxsports!

Unser  Dank  für  viele  Jahre  ehrenamtliches  arbeiten  im  Boxsport  gilt  unserem 
Ehrenvorstandsmitglied Klaus Kosfeld. 

Bis heute unterstützt er uns – 85jährig! – bei unserer Vorstandsarbeit und steht uns bei vielen Fragen durch seine jahrzehntelange Erfahrung beratend zur Seite. Vieles, was man mühsam in alten Protokollen suchen müsste, weiß Klaus aus dem Stehgreif zu beantworten oder kann uns die passenden Tipps geben und somit weiterhelfen. Wir schätzen ihn als Funktionär mit großem Kämpferherz und als väterlichen Freund. Sein Kämpferherz schlug nicht nur im Boxring, sondern auch viele Jahrzehnt am bzw. neben dem Boxring. Manchmal schlägt sein Kämpferherz auch etwas lauter aber immer sachlich und für den Boxsport. Unser Klaus ist eben ein Boxer mit Leib und  Seele.  Um  mal  zu  verdeutlichen,  wieviel  er  für  den  Boxsport  –  neben  der beruflichen  Selbständigkeit und der Familie  – geleistet  hat, führen wir hier einige wichtige Stationen auf. 

Aktive Zeit im Ring:
Anfang der 50er Jahre kam Klaus Kosfeld durch seinen Bruder Karl-Heinz, der vier  Jahre  älter  war  und  schon  einige  Kämpfe  absolviert  hatte,  mit  dem  Boxsport  in  Berührung.  Die  Trainer  der  damaligen  Boxstaffel  waren  Alfred  Radlewski  und Heinrich Zey.  Auch Klaus bestritt in dieser Zeit erste Kämpfe, die damals noch auf Startkarten vermerkt wurden. 

Aktive Zeit im Verein und im Boxverband:
Im April 1978 gründete der Sportverein KSV Gütersloh eine Box-Abteilung, für die 
Klaus Kosfeld zum Sportwart gewählt wurde. 1981 gründete diese Boxabteilung den Box-Club  Warendorf.  Wieder  war  es  Klaus  Kosfeld,  der  zum  Sportwart  gewählt wurde. Bis 1998 bekleidete er dieses Amt. 1982  gründeten  Mitglieder  der  Box-Abteilung  des  KSV  Gütersloh  den  Box-Club Gütersloh. Man ahnt, wer hier zum Sportwart gewählt wurde: Klaus Kosfeld. Als 1996 der  1.  Vorsitzende  des  BC  Gütersloh,  Heinz  Ortjohann,  zurücktrat,  wurde  Klaus Kosfeld zu seinem Nachfolger vorgeschlagen. Dieses Amt nahm er an und behielt auch  die  Sportwart-Funktion,  da  sich  kein  Nachfolger  fand.  Es  hatte  sich 
rumgesprochen, dass dieses Ehrenamt recht arbeitsintensiv ist! Im Jahr 2010 gab es einen Wechsel an der Spitze des BC Gütersloh. Dr. Horst-Peter 
Strickrodt wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt und löste Klaus Kosfeld nach vielen 
Jahren ab. Langweilig  wurde  Klaus  aber  nicht,  da  er  weiterhin  in  vielen  verschiedenen Funktionen aktiv war. 
Hier ein kleiner Auszug: 
seit 1984:
Kampfrichter im Boxsport 

seit 1987:
Kampfrichter mit nationaler Lizenz 

seit 1989:
Kampfrichter mit internationaler Lizenz 

1993 bis 2000:
Jugendwart im WABV 

1982 bis 1999:
Sportwart im Box-Bezirk Detmold
 
2000 bis 2017:
1. Vorsitzender im Box-Bezirk Detmold 

2000 bis 2004:
Rechtswart im WABV 

2004 bis 2014:
Sportwart im WABV 

2010 bis 2014:
Sportwart und Kampfrichterobmann in Doppelfunktion im   WABV
 
April 2014:
Durch den  Tod des WABV-Präsidenten Heinrich  Karsten und die Krankheit des Vize-Präsidenten Udo Sass übernahm Kosfeld die Aufgaben des Präsidenten und wurde im September 2014  offiziell  zum Präsidenten des WABB (vormals WABV) gewählt. 

2016:
Beim Bezirkstag im September wurde Gabriele König zur WABB-Präsidentin gewählt. Klaus Kosfeld wurde Vize-Präsident. 

Im September 2018 schließlich hatte Klaus Kosfeld mit viel persönlichem Engagement dafür gesorgt, dass es genug Leute gab, die sich im WABB engagieren wollten und konnte beruhigt von seinen Vorstandspositionen zurücktreten. 

Der aktuelle Vorstand vom WABB weiß die jahrzehntelange Arbeit sehr zu schätzen und ist froh, ihn noch immer beratend zur Seite zu wissen. Klaus ist immer für uns da, wenn wir ihn brauchen. Auch jetzt noch ist er an allem was mit dem Boxsport zu tun hat interessiert und auf der Höhe der Zeit. 
Wir sagen unserem Klaus herzlichen Dank und geben ihm ein „bleib gesund“ mit auf den weiteren Lebensweg.